Europäische Vipern
Die Gattungen Vipera, Montivipera und Macrovipera!
Vipera ammodytes ammodytes Weibchen

Ich pflege seit vielen Jahren einige Vertreter der nebenstehenden Gattungen.

Sandotter, Vipera ammodytes
Vipera ammodytes ist, denke ich, die am weitesten in der Terraristik verbreitete Art der Gattung Vipera..
In der Natur reicht die Verbreitung von Österreich bis an die türkische Grenze.
Rechts ein Männchen mit Ursprung Kroatien, das Weibchen dazu ist oben zu sehen.
Vipera ammodytes hat mehrere Unterarten und vor allem viele Farbvarianten. Nachfolgend ein paar Beispiele.

Transkaukasische Hornviper, Vipera transcaucasiana
Vipera transcaucasiana gehörte früher zu Vipera ammodytes. Die Tiere bleiben deutlich kleiner als die meisten normalen Hornottern.

Aspis Viper, Vipera aspis
Vipera aspis ist in mehreren Unterarten von Süddeutschland bis Spanien und in Italien verbreitet. Ich pflege aktuell die Nominatform und zwei Unterarten.
Links: Vipera aspis aspis Männchen
Auch die Aspis Viper kommt in mehreren Unterarten vor, nachfolgend ein paar Beispiele:

Iberische Kreuzotter, Vipera seoanei
Vipera seoanei wurde früher als Unterart der Kreuzotter Vipera berus geführt. Es ist eine kleine Viper die im Norden der Iberischen Halbinsel ihre Verbreitung hat.

Stülpnasen-Otter, Vipera latastei gaditana
Eine kleine Viper von der Iberischen Halbinsel die im Erscheinungsbild der Sandotter sehr ähnelt.
Die Tiere sind extrem "schnappig".
Grundsätzlich sind die Tiere problemlos in der Terrarienhaltung. Lediglich das Anfüttern der Jungtiere ist Problematisch.

Türkische Bergotter, Montivipera xanthina
Montivipera xanthina ist eine große Viper, die je nach Herkunft bis zu 150 cm erreichen können.
Die Art ist absolut nicht zu unterschätzen, deshalb auch das nicht so tolle Foto von meinem Männchen.
Im Gegensatz zu Vertretern der Gattung Vipera häuten sich frisch geborene Bergottern nicht unmittelbar nach der Geburt.
Meine Tiere haben ihren Ursprung in der Türkei in der Region Lykien.

Milos Lavanteotter, Macrovipera schweizeri
Mein Zuchtpärchen zwei Tage nach Beendigung der Winterruhe auf der Bodenheizung.
In der Natur bleiben die Tiere deutlich kleiner als im Terrarium. Das hängt wahrscheinlich mit dem geringen Nahrungsangebot auf der Insel zusammen. Im Gegensatz zu anderen Vipern macht mein Männchen auch in der Paarungszeit keine Fresspause.
Ich habe leider nur das "graue" Paar, es gibt sie auch in rot.
Ein weiterer Unterschied ist, dass die Tiere Eier legen. Die meisten anderen europäischen Vipern sind Ovovivipar, also Eilebendgebärend.